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  • hannesmoedl

Stress managen - Atmung

Aktualisiert: 3. Juni 2019

Stress ist für uns alle ein Thema. Gerne werden hier stark leistungsbetonte Arbeitsgruppen wie Führungskräfte genannt, das Phänomen beschränkt sich aber nicht auf bestimmte Berufsgruppen. Stress begegnet uns in der Schule, in der Familie, in der Arbeit und selbst in der Freizeit ist Stress ein Thema geworden. Wie oft habe auch ich schon von „Freizeitstress“ gesprochen. Als belastend empfundener Stress zieht sich durch alle Altersgruppen, seine negativen Auswirkungen sind auf allen Ebenen der Gesellschaft zu beobachten. Ich möchte hier kein einseitiges Bild zeichnen, denn Stress hat grundsätzlich auch positive Qualitäten. Er treibt uns an, besser zu werden, etwas zu unternehmen oder was neues zu lernen. Bewegen wir uns aber dauerhaft auf einem zu hohen Stresslevel, reicht der bekannte Tropfen, um das Fass zum überlaufen zu bringen. Das System, der Organismus, Dein Körper reagiert mit Krankheit.


Druck erzeugt Bewegung, Bewegung erzeugt Fortschritt und Fortschritt garantiert Entwicklung und Evolution. Zu viel Druck aber, lässt die Rohre platzen. Und der Druck, der einen Elefanten bewegt, wird ein Entlein zerquetschen. Und Menschen sind manchmal Elefanten und manchmal Entlein. Manche werden unter Druck zu richtigen Diamanten, andere werden erdrückt, und ihre ganzen Potenziale verpuffen im Nichts.


Stress wird also dann problematisch, wenn er chronisch und zu einer empfundenen Bedrohung wird. Der Stress wird übermächtig, wir fühlen uns klein und zerbrechlich, hilflos und überfordert.


Grundsätzlich haben wir zwei Möglichkeiten unseren Stress zu regulieren. Einerseits können wir im Außen etwas verändern. Sei es Strategien zum effizienteren Arbeiten zu finden, also „Selbst - und Zeitmanagement“ oder Verpflichtungen und Termine zu minimieren.


Andererseits können wir im Innen etwas verändern. Vielleicht haben wir zu hohe Erwartungen, vielleicht erzeugt ein zurückliegendes Trauma Stress, sich selbst zu beweisen, dass man doch etwas wert ist, vielleicht können wir nicht abschalten und sind deshalb immer im Dienst.


Jedes System braucht Pausen, auch Dein Gehirn, auch Deine Gefühlswelt.

Vor einigen Jahren bin ich auf das wunderbare Thema Atmung gestoßen. Dass unsere Atmung ein simples, aber mächtiges Werkzeug zum managen unserer Emotionen, unseres Wohlbefindens und unserer Gesundheit ist, ist in vielen spirituellen Traditionen seit Jahrtausenden bekannt. Jeder der Yoga macht weiß, was Atmung kann.


In neuester Zeit sorgen Personen wie „The Iceman“ Wim Hof oder Stig Severinsen von Breatheology dafür, dass der Atmung wieder mehr Aufmerksamkeit geschenkt wird.

Ich selbst praktiziere die Wim Hof Methode seit 2,5 Jahren und konnte damit erhebliche Verbesserungen in meiner grundsätzlichen Stimmung, meiner Gesundheit und meiner Leistungsfähigkeit feststellen.


Auch die Forschung hat das Potenzial des Atmens erkannt und damit begonnen die vielfältigen positiven Effekte aus dem Mantel der Mystik zu schälen.


Weil es hier, neben Information auch darum gehen soll, Dich dabei zu unterstützen, Dein Leben und Dein Wohlbefinden aktiv mitzugestalten, möchte ich Dir hier eine von vielen Techniken zur Verfügung stellen, die Du sofort in Deinen Alltag integrieren kannst.


Die 4-7-8 Atmung.

Einatmen: Zähle bis 4

Luft anhalten: Zähle bis 7

Ausatmen: Zähle bis 8

Dauer: Mindestens 5 Minuten um Effekte zu bemerken. Täglich, am besten morgens oder abends, oder wenn Du merkst, dass Deine Alarmlampen angehen.


Damit Du besser einschätzen kannst, was sich bei Dir verändert, habe ich noch einen Tipp für Dich. Bevor Du mit der Atmung beginnst, schnapp Dir ein Blatt. Nun richte Deine Aufmerksamkeit auf Deine Gedanken und bewerte Deinen momentanen Zustand auf einer Skala von 1-10, wobei 1 die schlechteste vorstellbare Verfassung repräsentiert und 10 die denkbar beste.


Nun mach das Gleiche mit Deiner momentanen Gefühlslage.

Nach Deiner ersten Einheit bewussten Atmens, wiederholst Du das Spiel und vergleichst die Werte. Erwarte keine extremen Veränderungen, immerhin evaluierst Du nur 5 Minuten Training. Und wenn sich in nur 5 Minuten, etwas ein klein bisschen besser machen lässt, dann stell Dir vor, was in einigen Stunden, Tagen, Wochen, Monaten und Jahren möglich ist. Und bedenke, Wiederholung ist der Vater der Exzellenz.


Viel Spaß!

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