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  • hannesmoedl

Wozu eigentlich Coaching?

Wenn der Begriff „Coach“ fällt, denken viele Menschen sofort an Sport. Ein Mannschaftscoach oder Fitness Coach.


Die Bezeichnung des Coaches hat in den 80er-Jahren seinen Weg in den Bereich der Wirtschaft gefunden und meint eine prozessorientierte Beratung ohne Ratschlag. Es geht um Performance, Leistung und Output. Aus den USA hat Coaching aufgrund seiner erfolgreichen und vielversprechenden Entwicklungen schließlich seinen Weg auch nach Deutschland gefunden. In der freien Wirtschaft arbeiten Coaches seitdem mit Fach- und Führungskräften, wobei Coaching meistens als unterstützende Hilfestellung für Führungskräfte verstanden wurde, bei der es vor allem darum geht, sich selbst seiner Stärken und Kompetenzen, aber auch blinden Flecken bewusst zu werden und neue Denk-, Handlungs- und Fühlmöglichkeiten zu entwickeln. Es geht also darum, sich selber über sich, seine Situation und Beziehungsdynamiken bewusst zu werden und in Stimmigkeit mit der eigenen Person neue Möglichkeiten zu entwickeln.


Im Coaching geht es also immer um Bewusstseinsarbeit, Selbstreflexion, emotionale- und Beziehungsintelligenz und Spiritualität. Spiritualität ist nicht religions- oder institutionsgebunden gemeint, sondern als das, was Dir selbst in Deinem Leben Sinn gibt. Ein spirituelles Fundament, das Gefühl Teil von etwas Größerem zu sein und Kontakt zu spüren zum Mysterium des Lebens, trägt Menschen vor allem dann, wenn es herausfordernd wird.


Wir arbeiten also immer mit Deinem ganzen Selbst, wobei natürlich die Schwerpunktsetzung unterschiedlich sein kann und immer auch davon abhängt, wo Du gerade stehst und wohin Du möchtest und was in Deinem Leben gerade möglich ist: Groß träumen und gleichzeitig mit beiden Füßen stark verwurzelt auf dem Boden stehen.


Dein ganzes Selbst besteht aus vier Quadranten. Diese Idee stammt aus dem Hoffmann Process:


1. Dein Physisches Selbst

Dein Körper und Gehirn sind die Ursprünge Deiner mentalen Aspekte. Mithilfe unseres Körpers manifestieren wir Gedanken und Emotionen in der Welt. Stichworte: Ernährung, Licht, Bewegung, Schlaf.


2. Dein Emotionales Selbst

Das emotionale Selbst enthält alle Gefühle und Emotionen, die durch und im Körper ausgedrückt werden. Hier manifestieren sich negative Muster als erstes in der Entwicklungsgeschichte eines Menschen. Wir fühlen, bevor wir denken. Stichworte: Resilienz, emotionale Kompetenz


3. Dein Intellektuelles Selbst

Dein Intellektuelles Selbst, die logische problemlösende Gedankenmaschine beinhaltet wie und was Du denkst, Dein Weltbild, Werte und Überzeugungen. Zusammen mit dem emotionalen Selbst sind hier Deine Muster abgespeichert. Stichworte: Wissen, kritisches Denken, Reflektieren


4. Dein Spirituelles Selbst

Dein Spirituelles Selbst ist der reine, nicht-programmierte, nicht definierte Teil in Deinem Selbst, der positiv, rein, offen und präsent ist und danach strebt das Größere, Deine wahre Natur in dieser Welt, zu manifestieren. Stichworte: Resilienz, Wachstum, Entfaltung, Vertrauen


Im Coaching können wir auf allen Ebenen arbeiten. Manchmal genügt eine Reflexion, die den eigenen blinden Fleck beleuchtet, manchmal müssen blockierte Emotionen wieder in den Fluss gebracht werden, manchmal braucht es eine mentale Sortierung, um wieder klar sehen zu können. Häufig kann auf diesen Ebenen eine Entwicklung der nächste notwendige Schritt in einem Leben sein.


In der heutigen Zeit leiden viele Menschen an Depression und Burnout. Die Rede ist vom schnellen Leben und ständiger Erreichbarkeit. Klar hat sich die Welt verändert und damit das Leben, das wir in ihr führen. Das Leben um 1920 war ein ganz anderes als heute und doch bleibt etwas gleich. Die Suche nach Sinn und dem guten Leben, in sich ständig weiter ausdifferenzierenden Lebenswelten.


Wir haben in den letzten Jahrzehnten erlebt wie der Westen Richtung Osten schielt, weil viele Menschen spüren, dass etwas fehlt in dieser Lebenswelt.


Viele Menschen suchen Antworten in fernöstlichen Traditionen, sie begeben sich dem Sinn auf die Spur und ahnen, dass da noch mehr ist.


Und genau hier, kann auch Coaching eine Lücke schließen, denn Sinn ist der Motor unserer Motivation. Eine Reise durch Deine Neurologischen Ebenen macht tiefe Selbsterfahrung möglich. Eine Aufarbeitung Deiner Lebensgeschichte und unterschiedlichen Timelines, lässt so manch Vergessenes wieder an die Oberfläche kommen. Trance und Dein Innerer Coach lassen Dich Zugang finden zu nachhaltigen Kraftspendern und Erholungsquellen.


Den Wert sehen und nutzen zu können, in unterschiedlichen Zugängen zur Welt, den Intellekt genauso würdigen zu können, wie den Körper, das Gefühl und die eigene Spiritualität, harte Fakten und weiche Wahrheiten in Einklang bringen zu können, darum geht es im Coaching jenseits des Sports.



Change: Wozu eigentlich Coaching


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